Logo Sozialnetz Würmtalinsel

Presse

Angebote gegen Einsamkeit im Alter

Würmtaler Sozialdienstleister präsentieren in Krailling ihre Programme

Artikel aus dem Münchner Merkur vom Donnerstag, 17. November 2011, Nr. 265, Ausgabe Würmtal, Lokales S. 35

Krailling - 25 Prozent der Kraillinger Bevölkerung sind über 65 Jahre alt, und in den nächsten Jahren wird diese Zahl wohl deutlich ansteigen. "Seit 30 Jahren haben wir keine Bevölkerungszunahme mehr", stellte Christine Borst, die Kraillinger Bürgermeisterin, beim Nachmittagskaffee am Dienstag im Bürgertreff fest. Als Gäste waren Vereine und Institutionen geladen, die den Senioren ihre Hilfsangebote und Unternehmungen vorstellten.

Die Sozialpädagogin Andrea Schüler zeigte den Teilnehmern beispielsweise das Programm der Würmtal-Insel. Neben Beratung bei persönlichen, familiären oder finanziellen Problemen vermittelt die Insel Sozialdienstleistungen, die beispielsweise beim Einkaufen helfen, bei Spaziergängen oder Arztbesuchen begleiten.

Wenn die Kinder ausgezogen sind und der Lebenspartner verstorben ist, fühlen sich viele Senioren einsam. Die Vorsitzenden des VdK, des Katholischen Frauenbundes, der Naturfreunde Würmtal und Vertreter der evangelischen Kirchengemeinden präsentieren den Teilnehmern des Kaffeekränzchens ihre Angebote.

Die Vereine und Institutionen haben es sich zur Aufgabe gemacht, älteren Menschen die Möglichkeit zu geben, aus ihrer Einsamkeit zu entkommen. Dabei geht es nicht so sehr um Unternehmungen an sich, sondern eher darum, dass die Senioren sozial aktiv bleiben. "Die Nachbarschaftshilfe kann man mit der Feuerwehr vergleichen. Wenn's brennt, ist sofort jemand da", erklärt Helga Leischner vom katholischen Frauenbund. Es sei wichtig, dass Senioren den Kontakt untereinander pflegen. Mit Aktionen wie Spielenachmittagen, Tagesausflügen, gemeinsamen Spaziergängen oder Museumsführungen könne der Grundstein für Freundschaften gelegt werden, die auch im hohen Alter wichtig seien.

Zusätzlich haben die Angebote positive Effekte: Bei Führungen und Ausflügen bildet man sich weiter, Spaziergänge und Wanderungen halten den Körper fit, und gemeinsame Spielenachmittage und Vorträge trainieren den Geist. Den rund 2000 Senioren Kraillings steht also eine große Auswahl an Terminen zur Verfügung. Da gilt es nur noch, den Terminkalender nicht zu überfüllen.

FFS

 

Diskutierten zum Thema "Krailling - eine seniorenfreundliche Gemeinde" (v.li.): Bürgermeisterin Christine Borst, Elisabeth Schlenther (evangelische Kirche), Helga Groll (VdK), Ingrid Hoppe (Naturfreunde), Helga Leischner (katholischer Frauenbund) Andrea Schüler (Würmtalinsel), Waltraud Asam (Senioreninitiative), Pfarrer Anicet Mutonkole. Foto: RUTT